Museum zum Anfassen

Das Foto zeigt einen Karton voller Objekte, die blinde und seheingeschränkte Menschen bei der Führung anfassen und ertasten dürfen: ein präpariertes Eichhörnchen, menschliche und tierische Schädelabgüsse, Felle, Schleichfiguren, Walbarten u.a.
Museum zum Anfassen, Materialkoffer Museum der Natur – Zoologie © Museumsdienst Hamburg, Laura Grimm

Neue Führungen mit Materialkoffern

Ab sofort können blinde und seheingeschränkte Menschen und deren Freund*innen neue Führungen mit Materialkoffern zu ermäßigten Entgelten beim Museumsdienst Hamburg buchen. Die Ermäßigungen gelten auch für:

Museum zum Anfassen heißen die neuen inklusiven Gruppenangebote mit Materialkoffern: Speziell geschulte Vermittlerinnen führen kleine Gruppen von Erwachsenen oder Kindern mit Einschränkungen durch Museen, Gedenkstätten und Ausstellungshäuser. Elf Häuser machen mit.

Für alle inklusiven Gruppenangebote gelten stark ermäßigte Führungsentgelte:

Interessierte vereinbaren ihre Führung mit Wunschtermin telefonisch unter 040-428 131 0 oder per Mail an info@museumsdienst-hamburg.de über den Museumsdienst Hamburg.

Anfassen, ausprobieren, schnuppern und lauschen

Zu jeder der 38 neuen Führungen aus der Reihe Museum zum Anfassen gehört ein Materialkoffer mit Objekten und Repliken zum Ertasten, Riechen und Hören, passend zum sinnlichen Erfahren der unterschiedlichen Sammlungen: Mit Gliederpuppen, tastbaren Schwellkopien und erhabenen Moosgummi-Nachbildungen können Grundrisse und Kunstwerke nachgespürt werden. Kakao-, Kaffee- und Kautschukproben, Duftaromen und Gewürze lassen die Schifffahrt und den Seehandel lebendig werden. Schiffsmodelle zum Anfassen ersetzen Modellschiffe hinter Glasvitrinen. Lot, Log und Ölzeug selbst aus- und anzuprobieren, vermittelt Einblicke in den Alltag auf hoher See. Mit Audiospuren von Tierstimmen sowie Präparaten und Schädelabgüssen tauchen Interessierte in naturkundliche Themen ein. Lederriemen, Hufeisen und Repliken von Harpunen und Steinzeitfeuerzeugen verdeutlichen das harsche Leben in Hamburg früher.

Museum zum Anfassen startet mit 14 Führungen für blinde und seheingeschränkte Menschen im Altonaer Museum, Archäologischen Museum Hamburg / Stadtmuseum Harburg, Deutschen Hafenmuseum (im Aufbau), in der Hamburger Kunsthalle, im Internationalen Maritimen Museum Hamburg und im Museum der Natur – Zoologie.

Darauf folgen im Herbst 2022 weitere Formate in der Reihe Museum zum Anfassen für Menschen mit Lernschwierigkeiten – etwa Kindern oder Erwachsenen mit Down-Syndrom oder aus dem autistischen Spektrum.

Zusätzlich zu den neuen Angeboten aus der Reihe Museum zum Anfassen werden die Führungsentgelte für bestehende Gruppenangebote ermäßigt. Die Ermäßigungen sind wirksam für Gruppen von tauben oder schwerhörigen Menschen, mobilitätseingeschränkten Personen, blinden und seheingeschränkten Menschen, Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Menschen mit Demenz.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Unsere Museen sollen für alle da sein! Das Museum zum Anfassen ist ein hervorragendes Beispiel für den laufenden Prozess der Öffnung der Museen, Gedenkstätten und Ausstellungshäuser. Mit den neu entwickelten Angeboten gehen die Häuser noch besser auf verschiedene Bedürfnisse unserer Besucherinnen und Besucher ein und machen die spannenden Ausstellungen einem breiteren Publikum zugänglich. Ich danke dem Museumdienst und allen Beteiligten für die Erweiterung ihres Angebots um diese inklusiven Formate.“

Jasmin Koch, kommissarische Leiterin Museumsdienst Hamburg: „Mit den ermäßigten Führungsentgelten und neuen Gruppenformaten bietet der Museumsdienst Hamburg im Schulterschluss mit den angeschlossenen Museen, Ausstellungshäusern und Gedenkstätten weitere reizvolle Zugänge für Menschen mit Einschränkungen. Wir begrüßen die zunehmende Öffnung der Sammlungen für alle Menschen sehr.“

Die 38 Angebote in der Reihe Museum zum Anfassen werden seit dem Frühjahr 2022 von eigens geschulten Kulturvermittler*innen konzipiert. Die Konzeption wird aktiv von Expert*innen mit Einschränkungen durch den Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg BSVH e.V., die Campus Uhlenhorst gGmbH und die Evangelische Stiftung Alsterdorf begleitet.

Das Projekt „Maßnahmen des Museumsdienstes zur Förderung inklusiver Zugänge in Hamburgs Museen“ wird gefördert von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg.

Logo Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg

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