Direktor*innen-Dienstag #2

Logos vom Museumsdienst Hamburg und vom Bucerius Kunst Forum Hamburg
Direktor*innen-Dienstag mit Bucerius Kunst Forum

Hamburgs Museumsdirektor*innen stehen uns Rede und Antwort: Alle zwei Wochen beantworten sie 9 Fragen zu ihrem Haus, zum Beruf und zu sich. Heute begrüßen wir Dr. Kathrin Baumstark, Bucerius Kunst Forum Hamburg.

1. Welche Stadt, welches Land bzw. welche regionalen oder kulturellen Einflüsse haben Sie in Ihrem Denken besonders geprägt?
Meine schwäbische Heimat hört man zwar durch, aber es waren immer die Begegnungen mit Menschen, die mich inspirierten und prägten, weniger geografische Eigenheiten.

2. Seit wann leben Sie in Hamburg?
Seit 5 Jahren.

3. Welche Museen oder Kultureinrichtungen haben Sie in Ihrer Arbeit nachhaltig beeinflusst?
Die Tate in London ist für mich ein besonderes Haus. Die Architektur ist phänomenal, aber auch das Ausstellungsprogramm zwischen sogenannten Blockbuster und kleineren, aber nicht weniger wichtigen Schauen finde ich inspirierend.
Die Pinakotheken in München waren mein Lernort während des Studiums und bei der Staatsgalerie Stuttgart kann man wohl von frühkindlicher Prägung sprechen.

4. Welche Ausstellung ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben und warum?
Anish Kapoor. Svayambh im Haus der Kunst in München 2007. Die Beziehung, die die Werke mit der Architektur dieses geschichtsträchtigen Hauses eingegangen sind, hat mich sehr begeistert.

5. Was ist für Sie persönlich die größte Herausforderung im Berufsbild der Museumsdirektorin?
Das Bucerius Kunst Forum ist ein Ausstellungshaus. Im Gegensatz zu einem Museum haben wir keine eigene Sammlung. Das hat den großen Vorteil, dass wir deutlich freier und breiter in der Wahl unserer Ausstellungsthemen sind. Die Kehrseite und vermutlich die größte Herausforderung ist es, alle wichtigen Leihgaben für unsere Ausstellungen zu bekommen. Zum Glück funktioniert es fast immer.

6. Bitte stellen Sie uns mit einem Satz vor: das größte, das wertvollste und das wundersamste Objekt Ihrer vergangenen Ausstellungen?
Das ändert sich mit jeder neuen Ausstellung.

7. Welche Kooperation – ob mit Stiftungen, anderen Museen, Wirtschaftsunternehmen, sozialen Einrichtungen oder anderen – hielten Sie für besonders gelungen und warum?
Die David Hockney- Ausstellung, die wir mit der Tate realisieren konnten. Zum einen, da wir nur durch diesen Partner, der ja die größte Sammlung des britischen Künstlers besitzt, Hockneys verschiedenste Schaffensphasen in diesem Umfang zeigen konnten. Zum anderen, da die Zusammenarbeit mit den wunderbaren Kolleg*innen dort so viel Freude gemacht hat. Aber natürlich auch, da die Tate, wie ich schon erwähnte, eine inspirierende Institution ist.

8. Welche Besucher*innengruppen wünschten Sie sich noch oder mehr in Ihrem Haus begrüßen zu dürfen? Welche Maßnahmen sehen Sie, diese erreichen zu können?
Wir alle wünschen uns mehr Diversität. Durch unsere Angebote für Kinder, für junge Eltern, für Menschen mit demenziellen Veränderungen, durch unsere Zusammenarbeit mit verschiedensten Schularten und auch durch unseren stetig wachsenden jungen Freundeskreis sind wir auf einem guten Weg.

9. Und schließlich: Was möchten Sie in Ihrem Museum noch erleben?
Weiterhin spannende Ausstellungen mit inspirierenden Menschen zu realisieren.

Vielen Dank!

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