Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Raubkunst? Die Bronzen aus Benin in DGS

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MUSEUM FÜR KUNST UND GEWERBE
Raubkunst? Die Bronzen aus Benin.

Dieses Museum hat die Herkunftsgeschichte der drei Bronzen aus Benin erforscht und
auch die Rolle des Gründungsdirektors Justus Brinckmann im Handel mit diesen Objekten untersucht.
Die Recherche-Ergebnisse wird das MKG in einer Publikation veröffentlichen.
Die Bronzen sind mehr als Kunstwerke, sie haben für die Kultur ihres Heimatlandes, dem Königreich Benin in Nigeria, eine große Wichtigkeit.
Deshalb ist es notwendig dass die Objekte, auch in den kulturellen Zusammenhang gestellt werden. Diese Möglichkeit hat das Museum bei seinen Sammlungen nicht.
Darum werden sie nach Ende der Ausstellung an das MARKK in Hamburg übergeben. Dieses Museum bietet mit seiner Afrikasammlung und seinem Fachwissen den angemessenen Zusammenhang, der einen respektvollen Umgang mit den Objekten ermöglicht.
Dass es sich bei den Bronzen um Raubkunst handelt, ist heute bewiesen.
Zum Jahresbeginn 1897 war eine britische Gruppe nach Benin-City aufgebrochen, um die Einhaltung eines Handelsabkommens einzufordern.
Eine Warnung, dass zeitgleich in Benin ein wichtiges kulturelles Fest stattfand, wurde nicht beachtet. Die Briten wurden in Kämpfe verwickelt, die nur wenige überlebten.
Daraufhin setzte die britische Regierung eine „Strafexpedition“ ein. Diese Truppen nahmen Benin-City im Februar 1897 ein.
Im Königspalast nahmen sie Bronzereliefs, Schreine mit Bronzeobjekten und Elfenbein in Besitz, die nach London verbracht oder vor Ort verkauft wurden.

Buchung

Die Buchung dieser Führung erfolgt über den Museumsdienst Hamburg