Medizinhistorisches Museum Hamburg

Medizinverbrechen im Nationalsozialismus

Zwischen zwei Hinterköpfen ist eine Frau erklärend in einer Führung durch die Ausstellung zu sehen
Medizinhistorisches Museum, Führung - © Dorina Kinzel

„Euthanasie“ – mit diesem Euphemismus belegten die Nationalsozialisten ein Programm, mit dem sie allein in Hamburg mindestens 4.700 Menschen mit psychischen Erkrankungen oder körperlichen bzw. geistigen Beeinträchtigungen ermordeten. Eine Vielzahl weiterer Opfer wurde durch Zwangssterilisationen und medizinische Experimente verstümmelt. Die Ausstellung „Medizinverbrechen im Nationalsozialismus“ beleuchtet anhand beispielhafter Exponate die Biographien von Opfern und Tätern. Eine wandgroße Karte verdeutlicht die räumliche Dimension der Mordaktionen im besetzten Europa, verweist aber auch auf die Orte medizinischen Unrechts in Hamburg. Zahlreiche Original-Dokumente ermöglichen eine Auseinandersetzung mit den Grundlagen und Zielen der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik. Dabei wird auch die lange Vorgeschichte rassenideologischer, eugenischer und sozialdarwinistischer Ansätze seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert aufgezeigt.

Geeignet
Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene

Dauer
60 Minuten

Minimale Teilnehmerzahl
1

Maximale Teilnehmerzahl
25

Buchung

Die Buchung dieser Führung erfolgt über den Museumsdienst Hamburg

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